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Ich habe meine Therapie wie schon gesagt am 30. Dezember 2015 beendet. Wenn dann das Zelltief durch ist kommt man langsam in die Nachsorge. Diese ist bei jedem anders. Bei mir zum Beispiel habe ich alle 3 Monate ein MRT und je nach dem andere Untersuchungen. Es kommt darauf an ob ich irgendwelche Beschwerden hatte in der Zeit oder nicht. Natürlich wenn es Akute Dinge  gibt fahren wir sofort hin um abzuchecken ob irgendwas ist. Ich muss auch sagen das ich zum Anfang immer wieder einfach Angst hatte das was ist auch wenn es nur Kopfschmerzen waren oder ein geschwollener Lymphknoten. Man macht sich einfach permanent Gedanken aus Angst das was kommt. Ich hatte Anfang der Jahres so viele Anfälle die die Ängste einfach extrem hoch gepuscht haben. Ich habe zum glück kaum noch schmerzen, aber die Ausfalls Erscheinungen werden einfach immer schlimmer. Bei meinem letzten Anfall war wieder meine komplette linke Körperhälfte Taub, war Blind und hatte meinen Körper wieder überhaupt nicht unter Kontrolle. Ich hatte zwar nicht wirklich schmerzen aber extremen Druck im Kopf. Und ja, es beunruhigt mich extrem. 
Update vom 04.02.18

So, ich habe schon sehr lange nichts neues mehr hier geschrieben. Es hat sich unendlich viel geändert, zu dem was ich oben geschrieben hatte. Ich hatte das was oben steht geschrieben, zu einer Zeit in der es mir einfach immer wieder schlechtging und ich permanente Ängste verspürt habe. Ich hatte meine Prüfungen für den Quali den ich geschrieben hatte und war generell einfach ausgesaugt. Zudem hatte ich Anfang der Jahres viel mit der Trennung von meinem Ex Freund zu tun. Aber das ist mittlerweile alles verarbeitet und ich bin unendlich glücklich mit Marcel. So genug persönliches, hier geht es ja um meine Nachsorge. Ich hatte ziemliche Probleme mit Schmerzen in den Beinen, Krämpfen und Anfällen von Migräne und Taubheit und Dingen, die ich auch vor meiner Diagnose hatte. Ich war bei einem 'Migränearzt', ich weiß nicht wie man sowas nennt. Dieser hat mir geraten kein Fleisch mehr zu essen. Ich habe schon seit meinem Kleinkindalter Probleme mit Magen und Darm. Das hat also alles gut gepasst, weil seit dem ich kein Fleisch mehr gegessen hatte, ging es mir besser. Seit dem hatte ich nur noch 3 schlimme Anfälle, ein Glück! Diese Anfälle sind für mich echt schlimm gewesen, und an einen kann ich mich echt gut erinnern. Dieser ging soweit, dass ich nichts mehr gesehen habe, das war so ein schreckliches Gefühl. 

Aber ich muss sagen das es mir mittlerweile immer besser und besser geht was das links beschriebene betrifft. Ich sage mir Momentan einfach, wenn's kommt, dann kommt's. Was soll ich sonst machen? Dann kommt aber auch die Frage, wenn es kommt, was dann? Um ehrlich zu sein habe ich mir gesagt das ich nichts mehr tun werde und mein Leben genießen werde. Es war unendlich schwer die Zeit. Ich aber bis heute immernoch das Gefühl, dass das Alles nicht wirklich stattgefunden hat. Es ist einfach nicht Real, und ich erinner mich auch nicht wirklich daran, nur an Eckdaten. 

Es war wirklich ein gesundheitliches auf und ab in der Zeit, was auch viel mit der Psyche zusammengehangen hatte. Klar, diese Ängste die in einem sind gehen nicht von einem auf den anderen Tag weg. Ich habe also meine Ernährung komplett umgestellt. Ich habe immer weniger bis gar kein Fleisch mehr gegessen, bis ich dann komplett darauf verzichtet hatte. Und ich lebe bis heute damit ziemlich gut und bin jetzt seit ca. Februar, also ziemlich genau einem Jahr Vegetarier. Und mir gut es wirklich gut damit. Ich habe aber nicht nur das Fleisch weg gelassen, sondern alles umgestellt. Aber dazu könnt ihr etwas in der Rubrik 'Neuanfang' lesen, wo es um solche Sachen wie Lebensveränderungen geht. Auf jeden Fall wusste ich, ich musste was an meinen Ängsten ändern. Die Ängste, dass bei jedem Schmerz gleich was schlimmeres dahinter stecken könnte. Wie zum Beispiel diese schrecklichen Taubheitsgefühle in Beinen, Armen und Händen die manchmal zu einer unfassbaren Beunruhigung geführt haben. Aber das kam halt alles von der Chemo. Ich habe angefangen  meinem Körper mehr zu zuhören und versucht ihm wieder zu vertrauen. Oder besser gesagt, ihm wieder was zuzutrauen. Ich wollte einfach was ändern. Ich wollte einfach nicht mehr in meiner Vergangenheit leben. Ich wollte etwas erreichen, ich wollte zeigen, dass ich etwas kann. Ich wollte wieder ein normales Leben, ohne Ängste und Trauer. 

Und das ist mir auch gelungen. Es hat ein ganzes Jahr gedauert in dem ich stückchenweise immer mehr meine Krankheit akzeptiert habe. Ich habe mich mit ihr auseinandergesetzt und naja einfach gegen die psychischen Folgen, wenn man das mal so sagen darf, angekämpft. Ich habe diese Zeit einfach gebraucht mich selbst zu finden. Wer ich einfach bin, wer ich sein will. Mich zu akzeptieren, dass ich wahrscheinlich niemals mehr volles Haar haben werde. Das sind alles so Dinge mit denen man sich auseinander setzten muss. Und sobald meine Haare bisschen länger sind, habe ich mir auch gesagt, ich werde keine Perücken mehr tragen. Weil ich bin ich und muss mich nicht verstecken! Und das gilt an alle, wenn ihr anders seid, versteckt euch nicht! Ihr seit besonders. Jeder Mensch ist einfach besonders. Und ihr seit alle toll. Die Leute sagen, ihr seit komisch, weil ihr anders seit, sind die komischen weil sie es nicht sind! Meine Mutter hat heute Abend einen richtig tollen Satz gesagt, und das ist der Grund weshalb ich das gerade hier rein nehmen möchte. Um mit dir selbst glücklich und zufrieden zu sein, must du lernen mit dir selbst Zeit verbringen zu können ohne, dass es dir danach schlecht geht weil dir dich deine Gedanken kaputt machen. 

Aber ich denke einige wird es auch interessieren was ich in dem ersten Abschnitt gesagt habe. Damals, dass ich dann wahrscheinlich, sollte ich ein rezidiv bekommen, nichts mehr machen würde. In dieser Zeit ging es mir psychisch nicht gut und ich konnte das alles nicht so klar sehen. Erst nach dieser Zeit, also ein ganzes Jahr später, habe ich gelernt damit umzugehen und was ich will. Und um die frage die ihr euch vielleicht stellt zu beantworten: Egal was kommt, ich kämpfe. Von nichts kommt nichts. Es geht nicht nur um die Krankheit, ich werde für alles kämpfen, für alle meine Ziele. Aufgeben ist absolut keine Option!

Abschließend möchte ich noch berichten, dass ich jetzt statt alle 3 Monate Kontrolle, endlich in die halbjährige Nachsorge gerutscht bin. Ich bin also weiterhin Tumorfrei und genieße alles in meinem Leben. 

                                                              

Update 26.02.18

Dein Herz pumpt mit Schlägen das Blut durch deine Vene
Deine Lunge zieht voller Kraft den Sauerstoff durch deine Kehle
Augen sehen gestochen scharf, deine Beine können rennen den ganzen Tag

- Kontra K -

Ich wollte heute Abend nochmal kurz etwas zu diesem Datum schreiben. Wer meinen Blog vom Anfang gelesen hat weiß, dass dieses Datum, der 26.02 für mich ein ganz besonderes ist. Und wer sich jetzt fragt, was dieses Zitat damit zu tun hat bekommt jetzt die Antwort darauf. Heute ist es 3 Jahre her, seit dem ich meine Diagnose bekommen hatte. Es waren 3 Jahre voller Entscheidungen und ständigem Kampf. Ein auf und ab. Genau in dieser Zeit merkst du aber, was dein Körper alles leisten kann, wenn deine Psyche kämpft! Du musste versuchen positiv zu denken und immer das gute im schlechten zu erkennen. ich habe heute viel nachgedacht, über die Menschen die mich in dieser Zeit einfach beigestanden haben. Und dabei ist mir aufgefallen das man nicht dankbar genug sein kann für Menschen, die es wirklich ernst mit dir meinen. Ich habe ja schon einen Text verfasst von Eileen zum Beispiel. Ich möchte damit eigentlich nur sagen, dass man sich nicht oft genug bei einer Person bedanken kann, einfach aus dem Grund, dass die Person im nächsten Moment vielleicht nicht mehr bei dir sein kann. Damit meine ich, dass immer etwas passieren kann, und du sie nie wieder siehst. Über solche Themen habe ich heute einfach viel Nachgedacht und habe erstmal einigen Leuten die damals mit mir gekämpft haben, ne Sprachnachricht gemacht und mich bedankt. Ich finde das ist ziemlich wichtig. 

Update 22.03.18

Der Sinn des Lebens ist Leben

das war's

Soo erstmal Hallo nach einer ziemlich langen Zeit. Ich hab schon am 26.02 ein Update geschrieben aber hatte eine Zeit dies zu überarbeiten und keine Zeit es zu posten. Auf jeden Fall wollte ich mal von heute erzählen. Wie man schon auf Instagram gesehen hat, habe ich mir heute wieder 3 neue Tattoos stechen lassen und bin unglaublich glücklich mit dem Ergebnis! Und wie man auch in der Überschrift lesen kann war mir eines dieser Tattoos besonders wichtig. Und das ist eben dieses. Aber warum ist das so? 

Wie das Zitat schon zeigt, der Sinn des Lebens ist Leben. Das war's. Als ich damals Krank wurde, habe ich gemerkt wie wahr dieser Spruch einfach ist. Ich habe mir immer die Frage gestellt was denn der Sinn sei. Und plötzlich war es mir einfach klar. DU bekommst das Leben geschenkt. Du sollst einfach nur Leben. Schütze dein Leben! Du hast nur ein einziges! Du brauchst kein fettes Auto, viel Geld oder musst dir deine Brüste operieren lassen nur weil die Gesellschaft uns zeigt, dass deine vielleicht zu klein oder zu groß sind. Ich möchte damit einfach sagen, dass wir nicht so viel haben müssen. Das wertvollste, dass wir jemals bekommen werden ist Schlicht und Ergreifend das Leben. Es ist wichtig das Leben zu genießen und sich Prioritäten zu setzten! Und ganz wichtig ist es, herauszufinden wer man eigentlich ist. Das kann man nur herausfinden wenn man sich selbst anfängt zu lieben und sich so wie man eben ist, akzeptiert. Du musst vor allem aufhören dir sagen zu lassen wie du sein sollst. Du kannst es selbst entscheiden wer du bist. Und wenn du dich entschieden hast, dann bleib dabei. Bilde eine Persönlichkeit von dir aus. Und Lebe sie so, wie du es für richtig hältst! Denn das hier ist dein Leben, ein anderes bekommst du nicht!

Update 20.07.2018

Wie viele von euch wahrscheinlich schon gesehen haben, habe ich meine Instagram Biografie von 'Cancersurvivor' zu 'Cancerwarrior' geändert. Dies hat einen ganz einfachen und simplen Grund. Leider hatte ich die letzten 8 Wochen ziemlich starke Gesundheitliche Probleme die sich bis heute hingezogen haben. Das hat mir einfach gezeigt, wie stark die Therapie damals eigentlich war und dass ich nach 2 Jahren in der Nachsorge gerade erst am Anfang bin. Wahrscheinlich habe ich schon einmal erwähnt, dass ich 10 Jahre in der Nachsorge bleiben werde. Jetzt zum eigentlichem Thema. Vor Knapp 8 Wochen sind mir wieder meine Haare ausgefallen, eigentlich ohne ersichtlichen Grund. Ich habe weder anders gegessen noch andere Medikamente als sonst eingenommen. Ich hab das nicht wirklich ernst genommen, weil ich einfach weiterhin gesund sein wollte. Was denke ich auch mal verständlich ist, oder? Außerdem hatte ich Prüfungsphase in der Schule und dachte, es kommt vom Stress. Aber Sicher wusste ich nicht woher es kommt. Ich habe versucht es zu verdrängen und habe dann zunehmend gemerkt, dass ich immer schwächer wurde. Wer mich kennt weiß, dass ich regelmäßig Sport gemacht habe um mich aufzubauen. Dies war aber dann nicht mehr möglich. Ich wurde einfach immer schwächer und habe mich wirklich nur noch auf die Schule konzentriert und leider die Symptome nicht ernst genommen, sodass ich erst vor ca. 4 Wochen zum Arzt ging nachdem ich vor meiner letzten Prüfung einen heftigen Anfall in der Nacht hatte. Schon eine Woche davor habe ich ab und zu schlecht Luft bekommen, ich dachte aber es sei der Stress und habe versucht mit Atemtechniken mich zu beruhigen. In dieser Nacht war es aber so heftig, dass wir den Notarzt rufen mussten. Der Notarzt meinte dann aber auch, es könnte der Stress sein. Das komische war aber, dass ich in der Nacht gekrampft hatte und kurzzeitig weg getreten war. Der Stress war weg und diese 'Anfälle' haben sich wiederholt. Zudem hatte ich ständig Herzrasen, auch wenn ich einfach im Bett lag und kurz vor dem einschlafen war. Dann bekam ich langsam starken Husten und ich kam kaum noch die Treppen hoch, weshalb ich dann auch nicht mehr in der Schule war. Ich bin dann erstmal zu meinem Hausarzt und er hat mir dann Antibiotika verschrieben und eine Überweisung in die Lungenfachklinik. Man hatte nämlich eine Veränderung in der Lungenfunktion gefunden. Ich hab also das Antibiotikum zu Ende genommen und gehofft, dass es einfach besser wird und es mit dem Antibiotikum erledigt ist. Leider war dem nicht so und ich musste einen Termin in Würzburg machen. Ja so kam dass dann das ich die letzten Wochen ziemlich oft in Würzburg war und die vergangenen Woche 3 mal, was mich ziemlich genervt hat. Aber was soll man denn machen? Es gibt ja eigentlich keine andere Wahl. Eins kann ich aber sagen, es ist ein ekelhaftes Gefühl wenn man keine Luft bekommt und einfach nicht weiß von was es kommt. Aber trotz allem muss man weitermachen und weiterkämpfen. Natürlich kommen dann die Ängste, dass es wieder was neues gibt und alles von vorne Beginnt..
Es wusste keiner wirklich was los war, weil jeder es erstmal auf den Stress geschoben hatte. Da es eben auch war, also dieses plötzliche keine Luft bekommen, Herzrasen und schmerzen im Arm, konnte es ja nicht von falscher Belastung oder 'nur' vom Stress kommen. Also kamen andere Dinge in Betracht weshalb ich dann letztendlich mich dazu entschieden hatte das 'Cancersurvivor' in 'Cancerwarrior' zu ändern. Eins sage ich jetzt schonmal, ein Glück ist es kein neuer Tumor. Aber die ganze Sache zeigt mir, dass ich immer noch mit dem Krebs und den Folgen kämpfen muss. Ich bin nun mal noch nicht fit genug und einfach noch mitten in der ganzen Geschichte drinnen. Und das muss ich auf einer Art und Weise einfach akzeptieren. Was ich noch zu Anfang vergessen hatte war, dass meine Blutwerte ziemlich niedrig waren. Also meine Leukos waren so niedrig, dass keiner an eine Infektion oder ähnliches Gedacht hatte. Zudem hatte ich auch überall blaue flecken wie man an dem Bild links erkennen kann. Es wurden auf jeden Fall jetzt die vergangene Woche einige Untersuchungen vorgenommen und in einer Woche weis ich dann endlich was wirklich los ist. Blutuntersuchungen, EEG, EKG, Herzecho, Röntgen, CT und alles was so dazu gehört. Seit 2 Wochen nehme ich ein Spray was die Bronchen frei hält, sodass ich, wenn ich keine Luft mehr bekomme, es benutze sodass ich sie einfach wieder kriege. Das hat ziemlich gut funktioniert. Aber trotzdem muss man ja noch herausfinden, was es jetzt letztendlich ist, oder?
Also was ist jetzt eigentlich los? Die Untersuchungen die jetzt schon ausgewertet werden konnten zeigen, dass ich sehr wahrscheinlich einen Keim in meiner Lunge habe der lange unentdeckt geblieben ist. Weil ich ziemlich im Stress war und meinen Abschluss so gut wie möglich machen wollte, wollte ich natürlich nicht krank werden. Ich habe alles ausgestellt was mich eben dazu behindern könnte mein Ziel in der Schule zu erreichen. Ich habe ja erzählt, dass meine Blutwerte ziemlich schlecht waren und meine Haare mir ausgefallen sind. Das hatte höchstwahrscheinlich damit etwas zu tun. Dieser Keim ist schon länger in mir, wahrscheinlich schon seit dem August 2015. Wer meinen ganzen Blog gelesen hat, weiß wie schlecht es damals um mich stand und keiner wirklich wusste, was es war als mein Entzündungswert wieder gefallen ist. Die Ärzte aus Würzburg vermuten stark, dass damals dieser Auslöser, dieser Keim, bis heute bei mir in der Lunge war. Um das Herauszufinden haben sie abstriche gemacht und da warten wir jetzt auch die Ergebnisse. Natürlich ist es jetzt für die Diagnose ein bisschen blöd, dass ich Antibiotika genommen habe, weil da ja das meiste schon abgetötet wurde. Aber sehen kann man es trotzdem noch. Warum kam der Keim die ganze Zeit nicht raus oder Warum gerade jetzt und nicht wann anders? Naja, der Körper ist ziemlich Komplex.. man selbst kann nicht entscheiden wann etwas ausbricht und wann nicht. Meine Ärztin erklärt sich es so, dass ich einen kleinen Infekt hatte. Den habe ich nicht wirklich ernst genommen und es kam eins zum anderen. Ich war krank und habe mich voll ausgelastet. Mein Körper hat eigentlich Ruhe gebraucht aber ich habe es ihm nicht gegeben. Meine Blutwerte wurden immer schlimmer und der Keim konnte gut Keimen bis ich Schlussendlich nicht mehr richtig Atmen konnte und es auf Herz und Lunge ging. Das Antibiotikum was ich genommen hatte war zum Glück richtig, sodass es nicht schlimmer wurde. Trotz allem bin ich jetzt kaum belastbar, komme die Treppen schlecht hoch und bin einfach ziemlich fertig. Als meine Lunge geröntgt wurde hat man am rechten unteren Lungenflügel eine Art Ablagerung gesehen was den verdacht bestätigen würde. Und auch in der Blutuntersuchung hat man gesehen das eine Infektion im Körper stattgefunden hat. Weil aber alles so lang gedauert hat und ich alles so auf die leichte Schulter nahm, kann es sein, dass ich jetzt aus diesem Grund folgen mit sich trage. Meine Lunge ist jetzt asthmatisch und habe Probleme dadurch. Aus diesem Grund werde ich jetzt die nächsten 6 Wochen therapiert und hoffen alle einfach, dass sich alles erholt und ich mein Leben soweit 'Gesund' weiterführen kann. Und ehrlich gesagt, mein Gott was ist bitte Asthma im Gegensatz zu etwas anderem? Ich bin unendlich froh, dass es 'nur' das ist. Ich möchte jetzt niemandem sagen, der Asthma hat, dass es eine Kleinigkeit ist! Auf keinen Fall. Aber für mich ist es definitiv das kleinere übel. Tut mir leid falls alles entwas durcheinander ist, aber es war einfach ziemlich viel was die letzten Wochen in meinem Kopf war. Natürlich gab es auch positives und ich bin ziemlich froh, dass ich am 18.07 an meiner Abschlussfeier teilnehmen konnte. Die Medikamente helfen ziemlich gut und das merke ich auch. Aber zu der Abschlussfeier möchte ich die Tage einen eigenen Post schreiben, den man dann in der Rubrik 'Neuanfang' lesen kann. Sobald ich damit fertig bin, werde ich es über Instagram mitteilen. Auf jeden Fall heißt es immer im Leben 'Kämpfen, Kämpfen, Kämpfen!' Denn am ende wird immer alles gut, sonst ist es noch nicht das Ende!Bei Fragen wenn, wenn etwas unklar ist, könnt ihr mir immer sehr gerne schreiben. Sei es über Instagram oder per E-Mail.  

Zwischen Aufgeben und weiterkämpfen

Update 31.01.19

Die letzten paar Monate waren ziemlich schwer. Es fing eigentlich alles ganz harmlos an und ich dachte mir eigentlich nichts dabei. Aber dann merkte ich, irgendwas stimmt mit meinem Körper nicht. Irgendetwas ist in mir, aber ich weiß nicht was. 
Wie vielleicht manche schon wissen, bin ich gerade dabei mein Fachabitur im Fach Gesundheit zu machen. Um dies zu erreichen muss ich 3 mal die Woche in einem Betrieb arbeiten und 2 mal die Woche in die Schule. Besonders das Arbeiten strengt mich extrem an und ich habe kaum noch Zeit für mich selbst. Also so Zeit zum Ausruhen oder mal zum 'nichts tun'. Ich habe auch einen gewissen Anspruch an mich selbst entwickelt und möchte diese 2 Jahre unbedingt gut schaffen. Also habe ich mich komplett in die Sache hineingekniet um das beste aus mir heraus zu holen. Aber schnell kam ich dann an den Punkt, an dem mir mein Körper sagte: Stopp, bis hier hin und nicht weiter!
Alles hat damit angefangen das ich schwach und müde war. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl überhaupt nicht da zu sein, wo ich gerade bin. Ich habe praktisch einfach nur noch funktioniert. Habe aufgehört wirklich auf meine innere stimme zu hören und den Mittagsschlaf immer öfter weg gelassen. Außerdem hatte ich ständig schmerzen an in der Lunge und massig Schleimansammlung, den ich nicht abhusten konnte. Ich ging trotz allem weiterhin zur Arbeit und in die Schule um nicht den Anschluss zu verpassen. Ich wollte einfach was gutes machen. Mir selbst beweisen, dass ich es schaffen kann. Und um ehrlich zu sein war ich auch ein wenig neidisch, auf die die einfach stärker waren. also auf das körperliche bezogen. Ich wollte einfach unbedingt genauso arbeiten können wie die anderen und habe deswegen aufgehört auf meine eigene Stimme zu hören. Und genau das war ein schrecklicher Fehler, den ich heute zu tiefst bereue. 
Als die letzte Klausur geschrieben war, viel mir ein riesen Brocken vom Herz. Aber gleichzeitig habe ich schon gemerkt, das ich viel viel schwächer war als sonst. Und Weihnachten passierte es dann. Ich hatte wieder einen Anfall. Viel stärker und schlimmer als sonst. Mal wieder musst meine Mutter den Rettungsdienst rufen und ich kam in die Uniklinik nach Würzburg. Aber diesmal war es anders. Ich habe gekrampft und war Zeitweise weg getreten. Ich war einfach wie weg und konnte mich an nichts mehr erinnern. Das komische war, ich hatte keine Kopfschmerzen so wie früher immer, sondern mein Körper fühlte sich kaputt, ausgelaugt und als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen an. Man veranlasste sofort ein MRT um zu schauen ob mein Kopf schaden davon getragen hat, weil ich bis heute und auch für immer eine Platte dort habe. Es konnte sein, das sich irgendwas verrutscht hat oder ähnliches.  Keiner war sich sicher. Als nächstes hatte ich sofort ein EEG um zu schauen wie meine Hirnströme laufen. Dort sah man eine Veränderung. 
Es war Weihnachten, meine Eltern hatten eigentlich ein schönes Fest geplant, mein Freund mit seiner Familie ebenfalls und dann passiert sowas. Ich habe mich so schlecht gefühlt. Es tat mir so leid und war einfach geschockt über den ganzen Verlauf dieses Tages. Meine Mutter benachrichtigte sofort meinen Freund, Marcel, der sich dann sofort auf dem Weg zu mir machte. Er blieb bis ich einschlief und versuchte mit Mut zuzusprechen und mich aufzubauen sowie aufzuheitern.
 
Am nächsten Tag kam dann meine Ärztin zu mir und benachrichtigte mich über die Ergebnisse der Untersuchungen. Sie sagte mir, dass das, was ich hatte kein Migräneanfall war wie wir es bis zu diesem Zeitpunkt immer vermutet hatten, sondern dass es richtige Krampfanfälle sind, die                 bis heute noch undefinierbar Stark auftreten können. Ich bekomme seit dem starke Medikamente, die den Ausbruch dieser Anfälle so gut wie unterdrücken sollen bis man endlich weiß von was diese kommen. Außerdem muss ich bei jedem Auftreten dieser Anfälle sofort in die Klinik. Eine weitere Nachwirkung dieses Anfalls war, das ich nun am rechten Auge eingeschränktes Sichtfeld habe wenn ich ansatzweise Müde werde. Auf Grund dessen ist es mir nicht mehr Erlaubt länger als eine halbe Stunde Auto zu fahren. Ich wurde dann am Abend entlassen und habe mich zuhause erstmal ausgeruht und versucht den Schock darüber erstmal zu verarbeiten. 
Zwei Tage später wurde ich dann krank und habe mir wahrscheinlich die Grippe eingefangen gehabt. Ich habe versucht durch viele Hausmittel den Blödsinn selber weg zu kriegen aber es half nichts mehr, bis ich schlussendlich keine Luft mehr bekam und nicht mehr laufen konnte. Ich ging zum Arzt und man stellte fest, dass meine Lungenfunktion ziemlich schlecht war. Des weiteren stieg mein Entzündungswert wieder rapide an und ich bekam Fieber. Es folgte ein Ultraschall und ein CT von der Lunge, auf dem man einen komischen undefinierbaren Fleck sah. Die Angst stieg natürlich. Der Antibiotika Marathon ging los und ständige Arztbesuche folgten. Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich 2015 fast an einem Keim in der Lunge kaputt gegangen wäre. (Das andere Wort will ich nicht benutzen, das hört sich einfach komisch und falsch für mich an.)
Durch den Stress den ich die vergangenen Wochen hatte, habe ich einfach nicht gemerkt wie Krank ich eigentlich war. Meine Blutwerte waren absolut im Keller und der Keim hatte genug Zeit sich wunderbar wieder überall zu verbreiten. Ich bekam weiterhin Medikamente um den CRP wieder zu senken und dem Keim den gar aus zu machen. Ich war ziemlich froh, dass ich Urlaub hatte und somit keine Arbeitsstunden verloren gingen. Meine Blutwerte waren so instabil durch die ganzen Antibiotika die ich bekam und ich war absolut schwach und konnte rein gar nichts machen. Ich war so froh, dass ich wenigstens Silvester nicht in der Klinik verbringen musste. Danach sah es nämlich eigentlich aus. Als ein Medikament dann endlich mal anschlug und ich langsam wieder besser Luft bekam, gab es einen weiteren Ultraschall und CT von der Lunge und man konnte sehen das dieser Fleck wieder kleiner wurde. Ich war heilfroh, da man ja immer ein Restrisiko hat, dass es vielleicht ein neuer Krebs ist. Keim hin oder Her. Dies hat mir einfach alles noch mehr gezeigt wie schwach mein Immunsystem bis heute noch ist und das ich weiterhin extrem auf mich aufpassen muss. Im Großen und Ganzen war die Vorweihnachtszeit und die Zeit nach Weihnachten zum Abschluss des Jahres einfach schrecklich. Ich bin froh das alles so ausgegangen ist wie es eben verlaufen ist. In dieser Zeit habe ich sehr daran gezweifelt die Fachoberschule weiterzuführen. Ob ich es überhaupt schaffen darf oder ich einfach nicht dafür gemacht bin. Aber nachdem es mir langsam wieder besser ging habe ich mich gefragt, warum sollte ich bitte aufgeben wenn es mal schwer wird? 
Ich habe sehr an mir gehadert aber kam zu dem Entschluss keinesfalls das Handtuch zu werfen, besonders nicht kurz bevor ich das erste Halbjahr geschafft habe. Allein will ich einfach nicht mehr wegrennen, egal wie schwer etwas ist. Das habe ich vor meiner Erkrankung nämlich zu genüge getan und so kommt man auf keinen Fall an sein Ziel! Und ich bin absolut Stolz auf mich, dasss ich mich so entschieden habe. Mein Zeugnis hat mir gezeigt, dass ich es schaffen kann. Und die Fachoberschule beenden werde um meinen Traum erfüllen zu können. 
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